«Sich selbst lieben» – kann und soll man das überhaupt? Natürlich kann und darf man das, ich empfehle es sogar! Was Selbstliebe ist und wie du lernst, dich selbst zu lieben, verrate ich dir in diesem Artikel.

Was ist Selbstliebe?

Selbstliebe ist die Fähigkeit sich selbst zu lieben, sich so anzunehmen wie man ist mit all seinen Ecken und Kanten. Selbstliebe bedeutet sich selbst zu achten, sich zu vertrauen und gut auf sich Acht zu geben.

Klingt ja alles schön und gut, doch wie kann ich das nun in mein Leben integrieren?

5 Tipps wie du lernst, dich selbst zu lieben

1. Selbstakzeptanz – Liebe deine schwierigen Seiten

Jeder von uns hat Seiten an sich, die er vielleicht nicht so mag. Vielleicht wirst du manchmal eifersüchtig oder du fängst schnell an zu weinen in bestimmten Situationen. Hier ist es wichtig zu verstehen, dass jeder von uns einfachere und schwierigere Charakterzüge auf den Weg mitbekommen hat. Sie machen uns zu dem Menschen, der wir sind. Natürlich dürfen wir an diesen schwierigen Seiten auch arbeiten, wenn sie uns nicht gefallen. Doch im ersten Schritt geht es vor allem darum, diese Seite an sich anzuerkennen und sie zu akzeptieren.

2. Hör auf dich zu vergleichen

Wie fühlst du dich, nachdem du auf Social Media warst und durch Instagram gescrollt bist? Fühlst du dich bestärkt oder entmutigt? Wahrscheinlich eher letzters. Social Media ist leider überhaupt nicht förderlich für unser Selbstwertgefühl. Wir beginnen uns zu vergleichen mit Idealen, die im realen Leben gar nicht existieren. Wir vergleichen unsere Körper und unsere Leben mit Influencern und Promis und denken, dass wir ein langweiliges und monotones Leben leben. Vergleich ist Gift für unser Selbstwertgefühl. Reduziere doch in den nächsten Tagen deinen Social Media Konsum und schaue, wie du dich danach fühlst.

3. Nimm dir Zeit für dich

Wann hast du das letzte Mal nur etwas für dich getan? Wann hast du das letzte Mal z.B. ein Bad genommen? Ein gutes Buch gelesen? Einen Abend nur für dich eingeplant? Es ist so wichtig, dass es dir gut geht. Gib dir Zeit zum relaxen und dich selbst kennenzulernen. Was magst du? Was tut dir gut? Und dann tu es, min. einmal pro Woche. Du hast es verdient!

4. Fange an «Nein» zu sagen

Es klingt so simple, doch kann oft eine Herausforderung sein. Schau dir mal deine To-Do-Liste an. Zu wie vielen Dingen hast du «Ja» gesagt, um Andere nicht zu enttäuschen oder zu verletzen, obwohl du lieber «Nein» gesagt hättest? Und jetzt graut es dir davor, diese Dinge zu machen, weil du eigentlich gar keine Lust dazu hast oder dir fehlt schlicht und einfach die Zeit. Überlege dir das nächste Mal, wenn dir jemand z.B. auf der Arbeit noch ein Projekt aufhalst, obwohl du schon mehr als genug Arbeit hast, ob du dieses Projekt wirklich annehmen willst oder nicht. Denn wem bringt es etwas, wenn du kurz vor dem Burn-Out stehst, weil du ein chronischer Ja-Sager bist?

5. Überprüfe und verändere deine Glaubenssätze

Was sagst du dir den ganzen Tag? Was denkst du, wenn du in den Spiegel schaust? Wie denkst du über dich selbst? Deine Gedanken haben eine immense Auswirkung darauf, wie du dich fühlst. Wenn du dir den ganzen Tag sagst, dass du einfach nichts hinbekommst, dann wird es am Ende des Tages auch so sein. Die gute Nachricht? GLAUBENSsätze sind keine WAHRHEITSsätze, d.h. du kannst sie verändern. Wie du das machst, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Selbstliebe üben und stärken

«Ich bin genug»-Post-it

In vielen von uns ist der Glaubenssatz verankert, dass wir nicht genug sind. Unsere Familien, unsere Gesellschaft und unsere Kultur haben uns als Kinder oft eingetrichtert, dass wir nicht genug können, nicht genug wissen, nicht alt genug für etwas sind, nicht schön genug sind usw. Totaler Bull***! Und dennoch sitzt dieser Glaubenssatz so tief, dass er fast schon in unserem Hirn eingraviert ist.

Um diesen Glaubenssatz zu überschreiben, überzeugen wir unser Gehirn ganz einfach mit dem Gegensatz. «Ich bin nicht genug» wird mit «Ich bin genug» ersetzt. Diesen Satz schreiben wir auf zig Post-Its auf und verteilen diese in unserer Wohnung, wo wir sie gut sehen. Weiter schreiben wir mit Kajal oder Lippenstift «Ich bin genug» auf unseren Badezimmerspiegel.

Erst werden wir uns super lächerlich dabei vorkommen (ging mir auch so), doch nach und nach fing ich selbst an zu glauben, dass ich genug bin. Unser Gehirn lernt durch Wiederholung und so gelingt es uns Glaubenssätze zu überschreiben. Diese Übung kann man natürlich auch mit anderen Sätzen machen wie z.B. «Ich liebe mich», «Ich bin schön» usw.

Erstelle eine Freudenliste

Nimm ein A4-Blatt und schreibe oben als Titel «Was macht mir Freude?» dann listest du dir die Buchstaben das Alphabetes von A bis Z untereinander auf. Danach stellst du dir einen Timer und schreibst innerhalb von 5 Minuten alles zu den einzelnen Buchstaben auf, was dir Freude macht. Wichtig ist, dass all diese Dinge nichts mit anderen Personen zu tun haben.

Ein Beispiel:

A – Apfelkuchen essen, Angeln gehen, Aerobic

B – Buch lesen

C – La Cross schauen

D – Dart spielen, Dekoration

….

Nach diesen 5 Minuten schaust du dir die Liste an und bestimmst einen Punkt deiner Freudenliste, den du umsetzt, z.B. ein Buch lesen. Ausserdem setzt du dich jeden Tag 5 min hin, um deine Freudenliste zu ergänzen. Das Ziel ist es, dass du all diese Dinge auf deiner Freudenliste mehr und mehr machst. Probiere es doch mal aus!

Schreib dir jeden Abend dein Tageshighlight auf

Kaufe dir ein hübsches Notizbuch und lege es dir auf deinen Nachttisch. Jetzt schreibst du dir jeden Abend dein Tageshighlight auf. Was war das Schönste und Beste, dass dir heute passiert ist? Hier ein paar Beispiele:

  • Der Moment, als ich heute auf einer Bank in der Sonne sass und die Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht spürte.
  • Der Moment, als ich den ersten Schluck meines Chai-Lattes genommen habe.
  • Der Moment, als ich nach einem langen Arbeitstag zu Hause auf meine Couch gefallen bin.

Mit dieser Übung fokussierst du dich auf die schönen Momente in deinem Leben und veränderst dadurch deinen Fokus und deine Sicht auf die Welt und dich selbst.

Meine Buchempfehlungen zum Thema Selbstliebe:

I am enough – Marisa Peer (auf Englisch)

Das Kind in dir muss Heimat finden – Stefanie Stahl

Ich hoffe, dass dich meine Tipps zum Thema Selbstliebe inspirieren und motiviere konnten, dich näher mit diesem so wichtigen Aspekt in deinem Leben zu beschäftigen. Wenn du dich nun intensiver mit der eigenen Selbstliebe auseinandersetzen möchtest und du dabei meine Unterstützung willst, darfst du dich gerne bei mir melden. In meinem Mentaltraining zeige ich dir weitere Techniken mit denen du dir selbst näher kommen kannst. Ich freue mich auf deine Nachricht!

Und natürlich freue ich mich immer über einen Kommentar von dir!

Machs gut!

Deine Tanja

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1 Kommentar

  1. Liebe Tanja

    Das hast du sehr schön geschrieben, danke für die wertvollen Tipps! ✨
    Ich muss das mit der Freudesliste gleich mal ausprobieren – besonders in diesen herausfordernden Zeiten… 🤩
    P.S. Marisa Peer kenn› ich auch… ☺️
    Küsschen und ganz viel Erfolg dir mit deiner wunderbaren Seite! 🙏🏻

    Deine Andra

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